Strategische Bewertung 2026
Helmholtz Energy stellte einem internationalen Gutachtergremium seine strategische Vision für 2028 und darüber hinaus vor
In der vergangenen Woche wurde das Helmholtz-Energieforschungsprogramm einer dreitägigen Begutachtung durch ein internationales Gutachtergremium unterzogen. Die Begutachtung bot die Gelegenheit, die Erfolge des Programms im laufenden Förderzeitraum (2021–2027) vorzustellen und seine strategische Vision für die Zeit nach 2028 zu skizzieren.
Mehr als 100 führende Wissenschaftler und Direktoren aus den fünf Helmholtz-Zentren, die am Forschungsbereich Energie beteiligt sind, kamen zusammen, um laufende Arbeiten vorzustellen, zukünftige Prioritäten zu erörtern, kritische Fragen zu beantworten und die strategischen Initiativen zu präsentieren, die die nächste Phase des Programms prägen werden.
Bewältigung komplexer energiepolitischer Herausforderungen
Die Bewertung fand vor dem Hintergrund einer historischen Hitzewelle in ganz Europa statt. Die Rekordtemperaturen und ihre weitreichenden Auswirkungen beherrschten die Schlagzeilen die ganze Woche über und machten auf eindringliche Weise deutlich, mit welch miteinander verflochtenen Krisen unsere Gesellschaften heute konfrontiert sind. Klimawandel, geopolitische Instabilität und wirtschaftlicher Druck wirken sich weltweit zunehmend auf die Energiesysteme aus und unterstreichen die Notwendigkeit integrierter und widerstandsfähiger Lösungen.
Helmholtz Energy begegnet diesen Herausforderungen mit einem umfassenden Forschungsansatz, der das gesamte Energiesystem abdeckt – von der Energieerzeugung über die Umwandlung und Speicherung bis hin zur Verteilung und Endnutzung. Durch die Bündelung von Fachwissen aus verschiedenen Disziplinen und Forschungsbereichen entwickelt das Programm Lösungen, die sowohl technologische Innovationen als auch Auswirkungen auf Systemebene berücksichtigen.
Ein einzigartiger systemischer Ansatz
Ein charakteristisches Merkmal von Helmholtz Energy ist seine systemische Perspektive. Anstatt einzelne Forschungsfragen isoliert zu behandeln, arbeiten die beteiligten Zentren gemeinsam daran, das Energiesystem als Ganzes zu untersuchen.
Die Mission des Programms ist klar: Fünf Zentren, eine Mission: die Schaffung der wissenschaftlichen Grundlagen für eine widerstandsfähige, sichere, nachhaltige und kostengünstige Energieversorgung. Durch die Verknüpfung von Materialforschung, Technologieentwicklung und Systemintegration sowie den Einsatz künstlicher Intelligenz und fortschrittlicher Datenanalyse beschleunigt Helmholtz Energy den Weg von der wissenschaftlichen Entdeckung bis zur großtechnischen Umsetzung in der Praxis.
Von der Forschung zur gesellschaftlichen Wirkung
Das künftige Programm legt großen Wert auf den Technologietransfer, um sicherzustellen, dass wissenschaftliche Fortschritte in praktische Lösungen für Industrie, Gesellschaft und politische Entscheidungsträger umgesetzt werden. Die Stärkung der technologischen Führungsrolle und Wettbewerbsfähigkeit Europas bleibt ein zentrales Ziel.
Gleichzeitig sind wir uns bewusst, dass die Energiewende letztlich von den Menschen vorangetrieben wird. Investitionen in Talente bleiben daher eine zentrale Priorität. Durch Bildung, Ausbildung und Führungskräfteentwicklung setzen wir uns dafür ein, die nächste Generation von Wissenschaftlern, Innovatoren und Führungskräften zu befähigen, die die Zukunft nachhaltiger Energiesysteme gestalten und die Energiewende vorantreiben werden.
Gestaltung des nächsten Forschungsprogramms
Die Evaluierung war ein wichtiger Meilenstein für die Gestaltung der zukünftigen Ausrichtung von Helmholtz Energy. Die konstruktiven Diskussionen, kritischen Fragen und wertvollen Empfehlungen des Begutachtungsgremiums werden uns dabei helfen, unser Programm weiter zu stärken und sicherzustellen, dass unsere Forschung auch weiterhin den sich wandelnden Bedürfnissen der Gesellschaft gerecht wird.
Wir möchten den Mitgliedern des internationalen Gutachtergremiums unseren aufrichtigen Dank für ihre Zeit, ihr Fachwissen und ihr fundiertes Feedback aussprechen. Ihre externen Perspektiven und kritischen Erkenntnisse sind von unschätzbarem Wert, um unsere Ziele zu schärfen und neue Möglichkeiten für wirkungsvolle Beiträge zu identifizieren.
Unser Dank gilt auch allen Wissenschaftlern, Direktoren, Koordinatoren und Mitarbeitern der beteiligten Helmholtz-Zentren, deren Engagement, harte Arbeit und Teamgeist diese Evaluierung ermöglicht haben. Die erfolgreiche Präsentation unseres Programms war das Ergebnis einer wahrhaft gemeinsamen Anstrengung und spiegelt die Stärke unseres gemeinsamen Engagements für die Förderung nachhaltiger Energielösungen wider.
Gemeinsam legen wir die wissenschaftlichen Grundlagen für eine widerstandsfähige, sichere, nachhaltige und bezahlbare Energiezukunft. Wir freuen uns darauf, auf dieser Dynamik aufzubauen, während wir das nächste Kapitel von Helmholtz Energy für 2028 und darüber hinaus vorbereiten.