Science Policy Dialog

Erkenntnisse von Wissenschaftlern, Beratungsexperten und Politikern

Angesichts der zunehmend komplexen Herausforderungen, vor denen die Welt steht – wie beispielsweise der Übergang zu einem nachhaltigen Energiesystem –, ist es wichtiger denn je, die Kluft zwischen wissenschaftlicher Forschung und Entscheidungsfindung zu überbrücken. Um diese Verbindung zu fördern, wurde im Rahmen des Energiesymposiums erstmals eine spezielle Sitzung zum Thema Wissenschaft und Politik eingeführt, die den Dialog zwischen Forschern, politischen Entscheidungsträgern und ausführenden Behörden fördern soll. Ziel der Sitzung war es, den Teilnehmern aus erster Hand Einblicke in die Bedeutung der Wissenschaftskommunikation in politischen Prozessen sowie in die Erwartungen und Bedürfnisse von Politikern und Verwaltungsbeamten zu vermitteln. Außerdem sollte sie Forscher bei Helmholtz Energy dazu anregen, sich aktiver am wissenschaftspolitischen Dialog zu beteiligen, indem sie ihr Verständnis für Formate und Strukturen des Wissensaustauschs vertieften.

Bernd Rech, Vizepräsident des Helmholtz-Forschungsbereichs Energie und Wissenschaftlicher Direktor des Helmholtz Zentrum Berlin, eröffnete die Sitzung und betonte dabei, wie wichtig es sei, sich in der politischen Kommunikation zu engagieren, um die Wirkung der Energieforschung zu maximieren.

An unserer Podiumsdiskussion nahm Constanze Scherz, stellvertretende Leiterin des ITAS (Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse) am KIT, teil, die die Bedeutung eines echten und offenen Dialogs mit der Gesellschaft betonte. Robin Mesarosch gab Einblicke in den „Alltag” eines Mitglieds des Deutschen Bundestages (er war Mitglied im Zeitraum 2021-2025) und betonte die Notwendigkeit einer direkten Kommunikation mit Politikern, um eine evidenzbasierte Politikgestaltung zu unterstützen. Und Franz Ecker, der bei der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH (KEA-BW) tätig ist, bot eine wertvolle Perspektive auf die entscheidende Rolle von Kommunen und lokalen Akteuren bei der Förderung der Energiewende. Moderiert wurde die Sitzung von Andrea Meyn, Expertin für politische Kommunikation und Mitglied der Wissenschaftlichen Expertenplattform Klimaschutz (WPKS).

Wir haben nach der Veranstaltung sehr positives Feedback erhalten, was uns ermutigt, weitere ähnliche Veranstaltungen zu organisieren. Auch wenn diese erste Veranstaltung auf Deutsch abgehalten wurde, ist sie auf großes Interesse bei unserer internationalen Community gestoßen, daher sind wir bestrebt, zukünftige Veranstaltungen auf Englisch anzubieten. Diese werden sich auf allgemeine Trends in der Wissenschaftskommunikation konzentrieren. Wenn Sie an einer Teilnahme interessiert sind, wenden Sie sich bitte an uns.

Núria González & Andrea Meyn

Organisatoren der Science Policy Session