Parlamentarischer Abend am 4.3.2026

Energieforschung und Innovation für den Wirtschaftsstandort Deutschland

Am 4. März 2026 kamen Vertreter und Vertreterinnen aus Wissenschaft, Industrie und Politik im Basecamp in Berlin Mitte zusammen. 

Deutschland steht vor der Herausforderung, Klimaneutralität, Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit gleichzeitig zu erreichen. Unter dem Motto „Energieforschung ist der Schlüssel, um diese Ziele zu verbinden“ zeigte der parlamentarische Abend, wie Helmholtz Energy gemeinsam mit Industriepartnern den Technologietransfer beschleunigt und so die Basis für eine nachhaltige technologische Führungsrolle schafft.

Der Abend begann mit vier kurzen, inspirierenden Impulsen: von unserem Schirmherrn, Herrn Karl Lauterbach, Martin Keller, dem Präsidenten der Helmholtz-Gemeinschaft, Jan Hesthaven, dem Vizepräsidenten Energie der Helmholtz-Gemeinschaft, und von Thomas Thiemann, Senior Vice President Energy Transition Technologies (Siemens Energy GmbH). Sie griffen die zentralen Themen der Energiepolitik und der Energieforschung auf und setzten wichtige Anknüpfungspunkte für den anschließenden Marktplatz der Energieforschung. 
 

Im Anschluss moderierte Bernd Rech (Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums Berlin, HZB) eine Diskussionsrunde, in der aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet wurde, welche Instrumente notwendig sind, um genau diese Geschwindigkeit im Technologietransfer zu erreichen.

Direkt danach startete das Highlight des Abends: der Marktplatz der Energieforschung. Unsere Gäste besuchten die Thementische, an denen erfolgreiche Kooperationen zwischen Helmholtz-Zentren und Industriepartnern vorgestellt wurden.
 

Grüner Wasserstoff –Forschung für eine resiliente, grüne Wasserstoff-Wertschöpfungskette

An diesem Tisch diskutierte Kerstin Eckert (Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf, HZDR) gemeinsam mit Tobias Seidel (Sunfire SE) über Herausforderungen beim Hochlauf der Wasserstofftechnologien und mögliche Teillösungen. Ebenfalls an diesem Tisch präsentierten Giovanni De Carne (Karlsruher Institut für Technologie, KIT) sowie Peter Eckert und Matthias Berghofer (Siemens Mobility GmbH) den Wasserstoffzug Mireo Plus H und das KIT H₂ Rail Laboratory.

Forschung an nachhaltigen Materialien für die Energieerzeugung und -speicherung

Dazu präsentierten Christoph Brabec (Forschungszentrum Jülich, FZJ) und Tobias Stubhan (Sciprios GmbH) die Helmholtz-Innovationsplattform Solar TAP. Sie zeigten, wie Solar TAP durch enge Kooperation zwischen Forschung und Industrie innovative Photovoltaiktechnologien schneller in industrielle Anwendungen überführt. Auch nachhaltige Batteriematerialien standen im Fokus: Yan Lu (HZB) präsentierte neuartige Materialien, die europäische Rohstoffabhängigkeiten reduzieren sollen. 

Forschung für ein resilientes, sicheres und bezahlbares Energiesystem

Jochen Linßen (FZJ) diskutierte gemeinsam mit Leander König-Kotzur, Gründer von minimum energy. Beide hoben dabei einen der zentralen Aufträge von Helmholtz Energy hervor: die nächste Generation von Forschenden auszubilden, zu begleiten und bei der Umsetzung ihrer innovativen Ideen zu unterstützen. Außerdem stellte Veit Hagenmeyer (KIT) gemeinsam mit Stefan Niessen (Siemens AG) Ergebnisse aus den Kopernikus-Projekten vor.

Das durchweg positive Feedback unserer Gäste zeigt: Das Format bot ideale Voraussetzungen für einen offenen und konstruktiven Austausch und wurde genau dafür besonders geschätzt. Die präsentierten Projekte stießen auf großes Interesse und machten deutlich, welche zentrale Rolle energieforschungsgetriebene Innovationen für die Transformation unseres Energiesystems und für den Wirtschaftsstandort Deutschland spielen.

Wir danken allen Teilnehmenden aus Politik, Wissenschaft und Industrie herzlich für ihre wertvollen Beiträge, den engagierten Dialog und das große Interesse an unserer Arbeit.

Der Abend hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig starke Partnerschaften und verlässliche Netzwerke sind, um den Transfer innovativer Technologien zu beschleunigen und damit gemeinsam die Grundlagen für ein sicheres, nachhaltiges und wettbewerbsfähiges Energiesystem zu gestalten und den Wirtschaftsstandort Deutschland zu sichern.